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An der GS Gais wurde im heurigen Schuljahr probeweise die gleitende Eintrittszeit am Morgen eingeführt.

Des Öfteren konnte beobachtet werden, dass die Öffnung des Schultors erst kurz vor dem Unterricht bei den Kindern zu Hektik und ungenügender Einstimmung auf den Schulunterricht führte. Durch das Warten auf die Öffnung des Schultors entstand öfters Unruhe und Streit, auch froren die Kinder im Winter häufig. Ebenso führte der Andrang, in der für über 100 Kinder beengten Garderobe, vielfach bereits in den ersten Schulminuten zu Tumult und zu Unbehagen.

Ziel des Projekts war zum einen, für die oben angeführten Argumente, eine Lösung zu finden, und somit für die Kinder den Start in den Schultag angenehmer zu gestalten und zum anderen, durch die gemeinsamen Spiel- und Lernsituationen in altersgemischten Konstellationen, die Sozialkompetenz und das Miteinander der SchülerInnen zu stärken.

Das Projekt sollte sich über das ganze Schuljahr erstrecken. Eine Zwischenevaluation am Ende des ersten Halbjahres sollte Möglichkeit zur Modifizierung schaffen.

Das Öffnen der Schultore erfolgte um 07.25 Uhr. Der Unterrichtsbeginn blieb weiterhin bei 07.45 Uhr bestehen. Die SchülerInnen konnten sich je nach Absprache mit den Klassenlehrpersonen in ihren jeweiligen Klassen sowie im Hausgang aufhalten. Als fakultatives Angebot, stand es jedem Kind täglich aufs Neue frei, zu entscheiden, ob es die Einladung annehmen, oder aber erst zum regulären Unterrichtsbeginn pünktlich um 07.45 Uhr in der Schule eintreffen wollte.

Die Ausdehnung der Eintrittszeit erlaubte es den Kindern sich auf individuelle Weise dem Schulalltag anzunähern und sich auf den Unterrichtsbeginn vorzubereiten. Um 07.25 Uhr warteten meist bereits 15 – 20 oft auch 30 SchülerInnen vor dem Schulhaus und konnten sich nach dem Umziehen, in der nun ausreichend Platz bietenden Garderobe, gemütlich in ihre Klassen begeben, um die Schultaschen auszupacken und den Arbeitsplatz vorzubereiten. Anschließend stand es den Buben und Mädchen frei, sich einer Spiel- oder Lesegruppegruppe anzuschließen, sich zu unterhalten oder sich zurückzuziehen und in Büchern zu schmökern. Die Kinder der 5. Klassen beispielsweise entwickelten eine besondere Leidenschaft für das gemeinsame Kartenspiel, zeigten Interesse am Konstruktionen mit verschiedenen Baumaterialien, oder zogen sich in den Ruheraum zurück, um zu Lesen.

Die Kinder im oberen Stockwerk schlossen sich entweder zu Lesegruppen zusammen, in denen ältere SchülerInnen ihren jüngeren Freunden vorlasen oder sie spielten Memory, Differix oder allerlei Brettspiele. Viele versuchten sich im Legen von Mustern, im Bauen mit Holzklötzen oder unterhielten sich über dies und das.

Durch das Projekt der „gleitenden Eintrittszeit“ konnten die GrundschülerInnen von Gais eine weitere positive Konnotation zu Schule, Lernen und Gemeinschaft entwickeln.

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